Kinderwunsch bei Eireifungsstörungen


Eireifungsstörungen gehören zu den häufigsten Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches. Meistens steckt ein hormonelles Ungleichgewicht dahinter, das Zusammenspiel von Gehirn (Hypothalamus), Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und Eierstock (Ovar) ist gestört. Oder das Problem liegt in den einzelnen Organen.

Gut zu wissen

Die gute Nachricht: In vielen Fällen sind Störungen der Eireifung gut und relativ einfach behandelbar.

Was sind typische Ursachen?

Wie wird die Diagnose gestellt?

Im ausführlichen Gespräch (mehr Infos dazu finden Sie hier) geht es um den Zyklus, Vorerkrankungen, und Lebensstil.
Danach folgen Hormonuntersuchungen und der transvaginale Ultraschall zeigt, ob Eibläschen (Follikel) heranwachsen.
Ein Zyklusmonitoring überprüft die Zeit rund um einen Eisprung und die Hormonwerte (Progesteron) in der Gelbkörperphase.

Reife Gebärmutterschleimhaut, zum Zeitpunkt des Eisprunges z. B. 8 mm dick
Eibläschen (Follikel) kurz vor dem Eisprung mit Durchmesser von ca. 20 mm.

Welche Behandlungen sind möglich?

Gezielte medikamentöse Behandlung

Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüse werden mit Medikamenten therapiert, ebenso eine zu hohe Produktion des Prolaktins. Wir arbeiten dabei eng mit den internistischen Endokrinologen zusammen. Oft normalisiert sich der Zyklus bereits dadurch.

Therapie von Begleiterkrankungen

Starkes Untergewicht kann die Eireifung empfindlich stören, manchmal bleibt die Menstruation dann völlig aus. Auch massives Übergewicht beeinträchtigt die Ovarfunktion. Sport kann süchtig machen und die Balance zwischen Gehirn und Eierstock aus dem Gleichgewicht bringen.

Gerne beraten wir Sie über therapeutische Möglichkeiten – auch vorbereitend oder begleitend - zu einer hormonellen Stimulation der Eireifung.

Stimulation der Eizellreifung durch Tabletten oder Spritzen - Lesen Sie in diesem Blogbeitrag mehr dazu.

Autor: Dr. med. Gabriele Rauscher

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